Dicke Bretter bohren

 

 

Liebe Grüne, liebe FreundInnen, liebe Interessierte,

 

 

Grün wächst stetig,

auch in Freilassing. Immer mehr Menschen erkennen, dass der klassische grüne Slogan, „Global denken - lokal handeln“ in die Tat umgesetzt werden muss, um essentielle Aufgaben bewältigen zu können. Zu diesen Aufgaben gehören der Schutz des Klimas, des Bodens und des Wassers, und damit die Vorraussetzung für ein friedliches und gerechtes, ein menschenwürdiges Dasein. Die Instrumente hierfür wurden in den letzten Jahrzehnten entworfen, praktisch eingesetzt und ständig weiterentwickelt.

 

Bürger beteiligen

Gleichzeitig wächst aber auch der Widerstand gegen notwendige Veränderungen in unserem Leben. Dieser Widerstand kommt weniger aus den Reihen anderer politischer Gruppierungen, als von den BürgerInnen, die Angst vor diesen Veränderungen haben und die Notwendigkeit nicht erkennen, gewohnte Wege zu verlassen. Dadurch werden neue  Chancen häufig nicht erkannt. Unsere Aufgabe ist es deshalb auch, die BürgerInnen in diesen Veränderungsprozess einzubinden und gemeinsam zukunftsfähige Konzepte zu erarbeiten.

 

Mit Beharrlichkeit zu Erfolgen

Seit über 20 Jahren haben Grüne StadträtInnen in Freilassing beharrlich für die Umsetzung grüner Ziele gekämpft und dabei viele kleine, aber auch manch großen Erfolg errungen. Was früher belacht und als „grüner Schmarrn“ abgetan wurde, ist inzwischen selbstverständlich. Grüne Politik wird mittlerweile auch in den konservativsten Kreisen geschätzt. Ein besonderes Zeugnis dafür, dass wir mit unserer Grünen Politik auf dem richtigen Weg sind, legte jüngst Papst Benedikt ab: "Ich würde sagen, dass das Auftreten der ökologischen Bewegung in der deutschen Politik seit den 70er Jahren zwar wohl nicht Fenster aufgerissen hat, aber ein Schrei nach frischer Luft gewesen ist und bleibt, den man nicht überhören darf und nicht beiseite schieben kann, weil man zu viel Irrationales darin findet." So seine Worte im deutschen Bundestag. Wir sehen dennoch selbstkritisch insbesondere auf jene Aufgaben, die bisher gar nicht, unbefriedigend oder nur halbherzig gelöst werden konnten.

 

Miteinander leben

Dank unseres Engagements sind in Freilassung ausreichend Kindergartenplätze für junge Familien geschaffen worden. Die an ArbeitnehmerInnen gestellte Anforderung auf Flexibilität muss durch ebenfalls flexible und damit zeitgemäße Hort- und Krippenplätze begleitet werden. Dabei ist nicht nur die Stadt, sondern auch die Wirtschaft gefordert sich entsprechend zu beteiligen. Eine weitere Entwicklung im Bereich des gemeinsamen Lebens, der sich auch Freilassing stellen muss, ist der demografische Wandel. Ältere Menschen haben andere Bedürfnisse als junge und  Kommunalpolitik muss beidem gerecht werden. Zum gemeinsamen Leben gehört auch die Integration von ZuwanderInnen. Unser Miteinander muss durch fordern und fördern, sowie durch gegenseitige Toleranz auf einen richtigen Weg gebracht werden.

 

 

Sicherer und umweltfreundlicher Verkehr

Unsere Anträge zu „Tempo 30“ im Stadtgebiet, zu Überquerungshilfen und zu Fahrradwegen haben maßgeblich zur Steigerung der Verkehrssicherheit in Freilassing beigetragen, aber es ist noch viel zu tun. Im besonderen gilt das für die Sicherheit entlang der Hauptverkehrsstraßen, die für FußgängerInnen ebenso, wie für RadfahrerInnen immer noch zu wünschen übrig lässt.

Und auch wenn der umweltfreundliche, innerstädtische Verkehrsanteil bereits einen gewissen Standard erreicht hat, so ist auch diese Entwicklung noch nicht zufrieden stellend. Durch intensive Bemühungen muss ganz besonders der innerörtliche Personennahverkehr weiter ausgebaut werden, um den Anforderungen nicht nur heute, sondern auch morgen gerecht zu werden.

 

Flugverkehr über Freilassing

Grundsätzlich lehnen wir Grüne alle Kurzstreckenflüge ab und plädieren für die Nutzung der Bahn. Zusammen mit unserem Grünen Bundestagsabgeordneten Dr. Anton Hofreiter, Vorsitzender des Verkehrsausschusses des Bundestags, setzen wir uns für einen raschen Ausbau der Bahnlinie Freilassing-Mühldorf-München ein. Die schnelle Erreichbarkeit des Münchner Flughafens macht langfristig den Flugbetrieb in Salzburg überflüssig. Als Sofortmaßnahme muss es möglich sein, eine Verkürzung der Betriebszeiten und eine Entzerrung der Wochenendflüge zu erreichen.

 

Energie

Auch in diesem Bereich konnten diverse Erfolge verzeichnet werden. Eines der ersten Blockheizkraftwerke im Landkreis wurde auf Anregung des Grünen Umweltreferenten im Freilassinger Klärwerk gebaut. Strom und Wärme, gewonnen aus Abwässern, werden ins Badylon eingespeist. Dies ist ein Richtung weisendes Beispiel, das aber leider nicht Schule machte. Trotz des Gesetzes für Erneuerbare Energien, das im Jahr 2000 von der Rot/Grünen Bundesregierung erlassen wurde, werden die Gebäude in Freilassung nach wie vor überwiegend mit fossiler und atomarer Energie versorgt. Lösungswege bieten sich sowohl beim Energie sparen als auch beim speichern an.

 

Energie sparen

Es ist unumstritten, dass der Energieverbrauch durch Einsparung und Effizienzsteigerung um knapp die Hälfte reduziert werden könnte. Doch diese Umsetzung bedarf Zeit. Während sich Einsparpotentiale beim Stromverbrauch aufgrund der niedrigeren Investitionskosten und der baldigen Amortisierung  dieser Investitionen leicht verwirklichen lassen, gestaltet sich das Einsparen im Bereich der Wärmeenergie um einiges schwieriger.

 

Energie speichern

Aus der Natur lernen wir, dass Tiere in der Lage sind Energie zu speichern. So legen sich beispielsweise der Bär und der Igel in den warmen Monaten eine Speckschicht zu, mit der sie ohne Nahrungsaufnahme den Winter schlafend überleben können. Im Gegensatz zu Tieren, verbraucht der Mensch im Winter meist mehr Energie als im Sommer. Strom- und Energieversorgung gehören in die Hand von BürgerInnen und nicht von Großkonzernen oder Scheichs. Das erreichen wir nur, wenn nicht nur einzelne FreilassingerInnen sich beteiligen, sondern auch die Stadt sich einbringt. Unser Ziel  ist es durch nachhaltige Energieerzeugung unseren ökologischen Fußabdruck so gering wie möglich zu halten.

 

 

Gemeinsam aktiv werden!

 

Einiges ist erreicht, vieles ist noch zu erreichen.

 

Unterstütze unsere Arbeit und überzeuge auch andere, sich aktiv einzubringen:

 

Zeit werd`s: „Global denken - lokal handeln!“